Wissenswertes über Regatten

J

Jugend- und Jüngstenregatten

sind Regatten, an denen nur Mannschaften teilnehmen können, die im Jahr der Regatta höchstens das 19. Lebensjahr (Jugendsegler) / das 15. Lebensjahr (Jüngstensegler) vollenden, bzw. vollendet haben.

Quelle: Anlage zur Wettsegelordnung des DSV 

K

Klassenvereinigung

Eine Klassenvereinigung - auch kurz 'Klasse' genannt - erstellt und pflegt die Definition einer Bootsklasse im Segelsport unter dem Dach der International Sailing Federation - ISAF. Sie ist in der Regel als eingetragener Verein organisiert. In der Klassenvereinigung engagieren sich hauptsächlich aktive Regattasegler einer Bootsklasse sowie daran Interessierte.

Kleine Klassen, die nur national von Bedeutung sind und wenig Mitglieder haben, sind meist nur Mitglieder in den nationalen Seglerverbänden.

Aufgaben: 
  • Die Hauptaufgabe der 'Klasse' ist die Erstellung und Pflege eines Reglements und sowie der Bauvorschriften (auch Klassenvorschriften genannt) für Boote und Wettbewerbe der jeweiligen Klasse.
  • Sie ist zusammen mit der örtlichen Wettfahrtleitung für die Überwachung der Bauvorschriften und des Reglements bei Wettfahrten/Regatten zuständig.
  • Organisation von klassenspezifischer Regattaereignisse oder Meisterschaften 
  • Das Erstellen eines sog. Regattakalenders, in dem die Veranstaltungen der entsprechenden Bootsklasse aufgeführt sind 
  • das Führen einer offiziellen Rangliste

Neben „sehr großen“ Vereinigungen z.B. die der olympischen Bootsklassen, gibt es auch „sehr kleine“ mit relativ wenigen Mitgliedern, die nur national bzw. manchmal sogar nur regional vertreten sind.

Der Deutsche Segler-Verband führt eine Liste mit deutschen Klassenvereinigungen. Daneben gibt es Klassenvereinigungen, die nicht in dieser Liste aufgeführt sind, weil sie nur Außerordentliche Mitglieder beim DSV sind, z. B. die Bootsklasse Aquila.

Quelle: Wikipedia

R

Ranglistenregatta

Bei Ranglistenregatten treten Boote oder Yachten einer Bootsklasse gegeneinander an.

Es sind die von einer Klassenvereinigung an den DSV gemeldeten Regatten, deren Ergebnisse in die Berechnung der Rangliste eingehen. Ranglistenregatten müssen den Vorschriften der Ranglistenordnung (RO) des DSV entsprechen.

Eine Ranglistenregatta ist für mindestens 2 Tage auszuschreiben. Mehr als 4 Wettfahrten an einem Tag sind nicht zulässig. Die Zahl der ausgeschriebenen Wettfahrttage muß ausgeschöpft werden, bis alle Wettfahrten gesegelt sind.

Es ist erforderlich, daß mindestens 10 Boote in einer Wettfahrt gestartet sind.

Quelle: Deutscher Segler-Verband 

V

Verbandsregatten

Verbandsregatten sind Regatten, die über den Bereich eines Vereines oder einer Flotte hinaus ausgeschrieben werden.

Y

Yardstickregatta

Bei dieser Regattaform treten Jollen oder Yachten unterschiedlichster Bauform gegeneinander an. Jeder Bootsklasse wird dabei eine empirisch ermittelte Yardstickzahl zugeordnet, die die Leistungsfähigkeit des Boots widerspiegelt. Für die Wertung wird dann für jedes Boot die gesegelte Zeit gemessen und mit der Yardstickzahl nach folgender Formel umgerechnet:

tl_files/scwp/img/yardstickformel.png

Beispiel: Ein Korsar hat die Yardstickzahl 103, eine VB-Jolle (Volksboot) hat die Yardstickzahl 122. Benötigt die VB-Jolle 60 Minuten bis ins Ziel, so muss der Korsar nach 50 Minuten im Ziel sein, um vor dem Volksboot platziert zu werden.

Je kleiner also die Yardstickzahl einer Bootsklasse ist, desto schneller sind die Boote dieser Klasse.

Eine Liste der allgemeinen deutschen Yardstickzahlen sowie revierbezogene Yardstickzahlen veröffentlicht die Kreuzer-Abteilung des Deutschen Segler-Verbandes (DSV).

Quelle: Wikipedia