Großes Fest am Wiesensee

Segelclub „Wällerwind“ Pottum feiert 50-jähriges Bestehen

POTTUM.- Ein Festzelt, viele Biertischgarnituren, eine lange Theke, aufgebaute Boote – für das Jubiläum des Segelclubs „Wällerwind“ Pottum hat der Verein an alles gedacht. Vor gut 50 Jahren, im Oktober 1971, wurde der Verein gegründet – Grund genug, um in Pottum endlich mal wieder richtig zu feiern.

Mit einem Festkommers am Samstagabend, 14. Mai, und einer anschließenden Party begann das Jubiläum. Schirmherr der Veranstaltung war Landtagspräsident Hendrik Hering. Als weitere Ehrengäste waren Vorstände befreundeter Segelclubs, vom Landes-Seglerverband Rheinland, Mitglieder, Verbandsbürgermeister Markus Hof (Westerburg) und die Bürgermeisterin von Pottum, Anette Leukel-Lenz, geladen. In den Begrüßungsreden von Hering, Hof, Leukel-Lenz und Wagner wurde einerseits der Verein gelobt, andererseits auch das fehlende Wasser und die unbefriedigende Seesituation kritisiert.

Schatzkiste des Vereins

Carsten Held, erster Vorsitzender des Segelclubs, eröffnete den Abend mit einem Rückblick in die Gründungszeit. „Oktober 1971, Gasthaus Doll – dort wurde der Verein gegründet“, erzählte Held. In seiner Eröffnungsansprache nahm er Bezug auf die Gründungsmitglieder, die Gemeinschaft im Verein und das „Gold“ des Vereins: die vielen guten Erinnerungen.

Peter Klöckner, ehemaliger Verbandsbürgermeister von Hachenburg und langjähriges Vereinsmitglied, erzählte von den Anfängen des Segelclubs. „Die Pottumer gründeten einen Segelverein, aber keiner konnte wirklich segeln. Also wurde nach und nach gemeinsam gelernt“, sagte er. Im Vordergrund standen auch hier die Gemeinschaft und des gemeinsame Interesse am Segelsport.

Weitere Themen des Abends waren die Jugendarbeit und das Fahrtensegeln im Verein sowie das Regatta-Segeln. Der Vorstand des Segelclubs ernannte zudem Horst Gottschalk, Horst Hölper und Ludger Hoffjann zu Ehrenmitgliedern des Vereins. Ein Geschenk gab es von der Firma Bona aus Limburg, die schon seit vielen Jahren immer wieder mit dem Verein Veranstaltungen und Segelscheine ausgerichtet hat: Ein neues Boot, ein Optimist, zur Ausbildung der Kinder und Jugendlichen zum Neustart der Jugendarbeit.

Auch zum Gottesdienst im Festzelt am Sonntagmorgen, 15. Mai, mit Pfarrer Ralf Hufsky kamen viele Gäste. Der Frühschoppen mit den Wiesensee Musikanten im Anschluss an den Gottesdienst und der Ausklang bis in den Abend hinein rundeten die Feier ab.

Eine neue Saison beginnt!

Der Winter ist vorbei und der Sommer kann kommen – die Segelsaison steht vor der Tür. Und der Segelclub hat ein großes Jubiläum zu feiern – 50 Jahre. Wer hätte das gedacht?

Am 14. und 15. Mai ist es so weit.

Auch in unserer Jugendabteilung soll sich wieder etwas tun. Dazu wurde Rebecca Linder bei der vergangenen Jahreshauptversammlung zur neuen Jugendwartin gewählt.

Aufgrund des derzeit nicht vorhandenen Wassers im Wiesensee (der TÜV hatte die Stauklappe bemängelt und daher konnte der See nicht wie gewohnt aufgestaut werden), müssen wir uns in diesem Jahr damit begnügen, auf andere Reviere auszuweichen oder neue Ideen umsetzen. Seid gespannt. Wir freuen uns auf ein tolles Jubiläumsjahr – vielleicht ja mit euch? Und mit Wattwanderungen – oder so.

Clubbekleidung bestellen? – Kein Problem

Liebe Mitglieder,

damit ihr auf dem Wasser und an Land immer passend gekleidet seid, gibt es wieder die Möglichkeit, Shirts, Jacken und Pullies mit Clublogo und Koordinaten zu bestellen. Einen Ablaufplan und das Angebot findet ihr im eingerichteten Mitgliederbereich.

Held bleibt Vorsitzender, Seesanierung weiter Thema

Jahreshauptversammlung des Segelclubs Wällerwind Pottum e.V.

POTTUM.- Wahlen, Seesanierung und Abschiede: Unter diesen drei Schlagworten ist die Jahreshauptversammlung des Segelclubs „Wällerwind“ Pottum e.V. zusammenzufassen. Am Samstag, 4. Dezember 2021, veranstaltete der Verein die Versammlung zum größten Teil hybrid. Lediglich die Vorstandsmitglieder versammelten sich, nach vorhergehender Testung, im Clubhaus am Wiesensee. Die Mitglieder waren eingeladen, sich digital zur Sitzung zuzuschalten.

Der erste Vorsitzende des Vereins, Carsten Held, eröffnete die Sitzung um 18.30 Uhr und berichtete von der Segelsaison 2021. „Wir hatten vom Wasserstand her eine lange Saison“, fasste Held zusammen. Jedoch sei durch die zunehmende Verkrautung das Segeln ab Juni nur eingeschränkt möglich gewesen. Trotzdem bildete der Verein im Jahr 2021 acht Erwachsene im Segeln aus. „Die Sanierung bleibt weiterhin Thema“, sagte Held. Er berichtete aus einem Gespräch mit dem Verbandsbürgermeister Markus Hof. Demnach soll im kommenden Jahr das Mönchbauwerk grundsaniert werden. Das wurde im Verein zunächst positiv aufgenommen, jedoch trübte sich dieses Bild schnell wieder. Laut Hof sei von einer übergeordneten Behörde verfügt worden, dass über die Stauklappe kein Wasser mehr laufen dürfe. Vielmehr soll der Wasserstand über den Mönch reguliert werden. Hof habe weiter mitgeteilt, dass der Wasserstand im Wiesensee zusätzlich um etwa 15 Zentimeter gesenkt werden soll, um ein Überlaufen der Stauklappe zu verhindern. Diese Mitteilung hat erhebliche Folgen für den Segelclub. Demnach wird den Seglern die letzte „handbreit Wasser unter dem Kiel“ genommen. Der Pegel würde somit auf Pottumer Seite auf einen Meter bei Saisonbeginn gesenkt.

Diese Mitteilung löste auf der Versammlung großes Unverständnis aus und sorge für Diskussionen. „Nachdem sich in den letzten 16 Jahren in Sachen Seesanierung nichts getan hat, wird der Wasserstand nun auch noch künstlich um 15cm gesenkt“, so der Tenor der Mitglieder.

Weiter wurde mitgeteilt, dass seitens der Verbandsgemeinde das neue Umweltverträglichkeitsgutachten (im Wert von ca. 300.000 Euro) vergeben worden sei und mit der Fertigstellung Ende 2022 gerechnet werde.

Held zitierte Hof weiter, dass die angekündigten Messtellen immer noch nicht installiert wurden. Auch die Errichtung der Sedimentationsbecken, die bereits vor zwei Jahren durch die Kreisverwaltung genehmigt wurden, werden derzeit nicht gebaut.

Angebote auf anderen Revieren

Um trotzdem möglichst viel segeln zu können, überlege der Verein daher, mehr Angebote auf anderen Revieren zu machen. „Wir können uns vorstellen, mit ein paar Booten an die Mosel zu fahren oder auch wieder vermehrt Wochenenden in Holland zu segeln“, erklärte Held. Weiterhin sei im Jahr 2021 viel im Clubhaus und auch an der Außenanlage des Vereins gemacht worden. „Die Kaimauer wurde saniert. Zudem haben wir, gemeinsam mit dem ortsansässigen Jagdpächter Christoph Heinz, insgesamt 23 Bruthilfen für Enten ausgebracht“, erzählte der Vorsitzende. Trotzdem bleibe weiter viel zu tun. 

Abschiede und Wahlen

Sportwart Ulrich Becker berichtete von den Regatta-Aktivitäten des Vereins. So haben einige Crews beispielsweise an der Deutschen Meisterschaft der Bootsklasse Conger teilgenommen oder andere Regatten besucht. Ulrich Becker ließ sich nicht mehr zur Wahl zum Sportwart aufstellen und schied aus dem Vorstand. Ebenso Maximilian Lehre, Jugendwart des Vereins.

Die Wahl hielt der Verein ebenfalls digital ab. Gewählt wurden: Carsten Held als erster Vorsitzender, Felicia Schuld als zweite Vorsitzende und Pressewart, Christoph Schmidt als Schriftführer, Henry Kaßner als Schatzmeister, Klaus Jungbluth als Hafenmeister und Sportwart, Janik Gertz als Ausbildungswart und Rebecca Linder als Jugendwart. 

Diskussionen um Beiträge

Im weiteren Verlauf der Sitzung diskutierte der Verein über die Anpassung von Beiträgen für die Zukunft. Einerseits soll es nun die Möglichkeit einer Familienmitgliedschaft im Segelclub geben, andererseits wurde entschieden, die Beiträge der Mitglieder im Jugendbereich und im Erwachsenenbereich anzupassen. Die Familienmitgliedschaft (zwei Erwachsene) zahlen somit gemeinsam 115 Euro, Erwachsene 75 Euro, erwachsene Alt-Mitglieder 60 Euro und Jugendliche 50 Euro. 

Eine weitere Diskussion stieß Mitglied Ingfried Thran an, der vorschlug, Graskarpfen in den Wiesensee einzusetzen. Diese sollten dafür sorgen, dass die Verkrautung verlangsamt oder gar gestoppt werde. Ein Einsetzen dieser Fische kann nur in Absprache mit der Verbandsgemeinde Westerburg erfolgen. Der Vorstand des Vereins sprach sich jedoch gegen diese Idee aus. Held schloss die Sitzung gegen 22.30 Uhr.

Was für ein Jahr

Corona hat uns weiter im Griff und trotzdem konnten wir dieses Jahr zumindest ein bisschen segeln. Der Individualsport war so gut wie immer möglich und auch einen Kurs mit einigen Erwachsenen haben wir am Wiesensee durchgeführt und ihnen das Segeln beigebracht. Hier gilt der Dank Carsten Held, Janik Gertz, Gerd Schmidt und Felicia Schuld, die sich um Organisation und Durchführung der Segelstunden gekümmert haben.

Unsere Teams waren auch auf einigen Regatten unterwegs und haben beispielsweise an der Deutschen Meisterschaft der Conger-Klasse teilgenommen. Axel Berres, Sylvia und Helmut Berens, Tobias Fuchs, Birgit Kirchner, Alexander Stahl und Felicia Schuld segelten am Baldeneysee im Feld um den Deutschen Meister mit. Die Ergebnisse der Meisterschaft gibt es hier: https://conger.de/images/regattaergebnisse/2021/dm_2021.pdf

Nun ist das Clubgelände winterfest und die meisten Boote stehen schon nicht mehr am Platz. Ein Termin steht allerdings noch aus: die Jahreshauptversammlung. Hierzu wird der Vorstand noch einmal gesondert informieren. Und ein Blick ins nächste Jahr zeigt: Es kommt auch wieder ein Fest auf den Verein zu. Im Mai soll das 50-jährige Bestehen gefeiert werden.

Die Stege liegen, Individualsport ist möglich

Liebe Segelfreundinnen und Segelfreunde,

dank einiger fleißiger Helfer aus unserem Verein liegen die Stege und es kann gesegelt werden. Also: Schnappt Euch Eure Boote und rauf aufs Wasser.

Wir vertrauen auf das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder und wünschen Euch viel Spaß auf dem See.

Euer Vorstand

Ein neuer Start

Das Jahr 2020 war kein gutes – das Jahr 2021 wird es hoffentlich! Der Vorstand des Segelclubs hat einiges geplant und wir freuen uns auf die Saison. Informationen dazu gibt es am Samstag, 27. Februar, um 19 Uhr in einer digitalen Sitzung. Die Zugangsdaten werden per Mail von Carsten Held verschickt. Keine Mail bekommen? Dann meldet euch bitte unter .

Digital statt abgesagt

Jahreshauptversammlung 2020 des Segelclubs „Wällerwind“ Pottum

Eine Versammlung mit vielen Menschen – das ist unter den aktuellen Umständen nur mit sehr viel Platz oder digital möglich. Daher entschied sich der Vorstand des Segelclubs „Wällerwind“ Pottum dazu, die Jahreshauptversammlung am Samstag, 5. Dezember, digital abzuhalten. „Absagen wollten wir die Versammlung nicht“, erklärte Carsten Held, erster Vorsitzender des Vereins. Gerade in diesem Jahr, in dem seglerisch nicht viel zu machen gewesen sei, sei es wichtig, die Mitglieder auf den aktuellen Stand zu bringen. 

Bereits ab 18 Uhr konnten sich die Mitglieder per Videokonferenztool „Zoom“ einwählen. Die Versammlung startete um 18.30 Uhr und wurde zudem auf der Plattform Youtube gestreamt. „Dabei ging es uns darum, dass wir eine zweite Möglichkeit schaffen, damit möglichst viele Mitglieder an der Versammlung teilnehmen können, auch wenn sie den Dienst „Zoom“ nicht nutzen möchten“, erklärte Held. Fragen und Anmerkungen konnten die Mitglieder per Chat, Whatsapp oder auch direkt mit freigeschaltetem Mikrofon einbringen. An der Jahreshauptversammlung nahmen so etwa 40 Mitglieder teil.

Per Zoom oder YouTube konnten die Mitglieder an der Versammlung teilnehmen.

Grußbotschaft vom Bürgermeister

Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Seesanierung, neue Kommunikationsmöglichkeiten und zukünftige Veranstaltungen beziehungsweise die Ausrichtung für die Zukunft des Vereins. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Markus Hof, schickte zudem eine Videobotschaft. „Ich freue mich, dass Carsten Held mir die Möglichkeit eingeräumt hat, etwas zu sagen“, sagte Hof. „Zum Thema Entschlammung kann ich sagen: Wir hatten ein gutes Gespräch mit der SGD Nord.“ Die Verbandsgemeinde habe die Taktik geändert insofern, dass Anträge gestellt würden und dementsprechend nach Rückmeldungen nachgebessert werden könne, damit es in Sachen Entschlammung des Wiesensees vorwärts gehen könne. Ein Datum, bis wann die Seesanierung abgeschlossen sein sollte, nannte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde nicht. Er stellte aber zudem ein Treffen mit dem Verein in Aussicht, um Nachfragen zu stellen und die Belange des Vereins einzubringen. 

Im kommenden Jahr will sich der Verein vor allem auf die eigenen Mitglieder konzentrieren, erklärte Held. Dies habe einerseits zur Folge, dass die Regatten, die für Segler von außerhalb interessant sind, abgesagt werden, andererseits soll es verschiedene Angebote für die Vereinsmitglieder geben. „Wir haben uns im Vorstand darüber beraten und möchten ein paar Wochenenden planen, an denen es besondere Aktivitäten am Wiesensee geben soll“, erklärte Held. Er könne sich beispielsweise „Takeltage“ vorstellen, an denen es darum gehe, die Boote korrekt aufzubauen und gegebenenfalls aufzurüsten oder „Trimmtage“, an denen geschaut werden soll, wie die Boote getrimmt, also eingestellt werden können, damit schnell segeln möglich ist. Zudem könnten Auswärtsaktivitäten, wie Törns auf dem Ijsselmeer ein Angebot sein. 

Um die Kommunikation zu verbessern, wird es in Zukunft verschiedene WhatsApp-Gruppen sowie ein Mitgliederportal auf der Homepage des Vereins geben. 

Zum Abschluss der Sitzung zog Held ein positives Fazit: „Es war eine gute Sitzung und mich hat überrascht und gefreut, dass auch viele ältere Mitglieder unseres Vereins dabei waren.“